Archiv

Vollsperrungen

Vollsperrungen
Es ist 01.43 Uhr. Sonntag, 14.01.07
Ein einsames Auto fährt durch Homberg.....
Was davor geschah:
Samstag waren Kim, Sabine und ich Schwimmen. Auf dem Rückweg von Köln nach Homberg gab es nur ein geringfügiges Problem: Eine Vollsperrung der A3. Macht ja nix, ortskundige Vertreter der Kölner Fraktion der Verrückten wollten mir eine Wegbeschreibung geben. Die Betonung dieses Satzes liegt auf WOLLTEN. Auch wollte man mir zwei wohlverdiente und dringend benötigte Massagen zukommen lassen, aber irgendwie spielte das Instrument der Zeitmessung verrückt. Nunja, dann wollte ich mich halt auf die offizielle Umleitung verlassen. Deutsche Bürokraten hatten dafür gesorgt, das der Verkehr ordnungsgemäß um die gesperrte A3 herumgeleitet wurde. Ein Dankeschön an diese Herren, das von Herzen kommt: VOLLPFOSTEN!! Unfähige!!!! Dorftrottel!!! Durch die geniale Umleitung fand ich mich bald in völliger Unkenntnis meines aktuellen Standpunktes wieder, bis ich ein schönes, blaues Schild mit der Aufschrift "A57 Düsseldorf, Krefeld, Neus" erblickte. Kann es etwas schöneres geben? Die A57 ist eine schöne, zweispurige Autobahn ohne Geschwindigkeitsbegrenzung, die parallel zu der A3 nordwärts verläuft. Yeah, ich LIEBE deutsche Autobahnen Winken
Der 40 km Abschnitt von Köln-West bis zum Autobahnkreuz mit der A46 vergeht wie im Flug. Ob die gute Musikbeschallung oder meine Fahrweise dafür verantwortlich sind, ist ungeklärt. Endlich wieder in heimischen Gewässern geht es schnellstens Richtung Home.


Es ist 8.30. Der Ex-WWD weist eine für diese Uhrzeit ungewöhnlich hohe Gehirnaktivität auf. Ist dies Beweis für ein Wunder? Gibt es einen Gott? Mitnichten!!!! Die frühe Aktivität meinerseits ist auf mehrere Ursachen zurückzuführen. Zum einen bin ich damit beschäftigt, mich auf das drohende Abitur vorzubereiten. Zum anderen stellt sich herraus, dass meine Familie aus gemeingefährlichen Personen besteht. Diese scheinen einen göttlichen Auftrag zu folgen: Den Ex-WWD beschäftigt und arbeitend zu halten. (also kann man die gut als Hutheinis definieren) Die Mittel, die dazu nötig sind, kann man durchaus als Kapitalverbrechen definieren. Schoki-entzug droht, wenn ich nicht umgehend meinen Frondienst ableiste. Auch meine Erklärungsversuche, das Schokoladenentzug gegen §1 des Grundgesetzes verstößt, stoßen auf taube Ohren. Auf diese Weise überzeugt, bleibt mir nichts anderes übrig, als Frondienste zu leisten. Während ich meinen harten und menschenunwürdigen Frondienst ableiste, hat der Gnom mit Hilfe anderer krimineller Elemente herrausgefunden, wie man ICQ bedient & Installiert. Das Problem daran ist nicht nur, das der Computeradministrator(meine Wenigkeit) nicht nur übergangen wurde, sondern auch direkt in die ICQ liste aufgenommen wurde. Spammassages überfluten meinen armen, unschuldigen Computer. Ich löse sofort Katastrophenalarm aus und fahre meine Schilde auf höchste Energie, als mich ein unbarmherziger Traktorstrahl ("Kannst du mir mal eben kurz helfen" völlig unvorbereitet trifft. In einem Wahnanfall von sozialem Verhalten komme ich dieser Aufforderung nach. Furchtbar. Da sollte sich schnellstens was ändern.

1 Kommentar 14.1.07 12:45, kommentieren

Der Ex-WWD ist infiziert

moin
ich muss es euch sagen. Ich habe schlimme neuigkeiten für euch. Ich gebe es freiwillig zu. Schuld ist wieder nur meine eigene Blödheit, in guter Coproduktion mit Blindheit & Ignoranz.

Wie ihr vllt wisst, war ich gestern und heute an der RWTH Aachen, um mir diesen laden mal anzugucken. Ich komme also nach ca 1 stunde Fahrt leicht entnervt in Aachen an. Erster Eindruck: Überall hängen Plakate, die Parties ankündigen. Hmh. Okee. Andere Schüler haben dies ebenfalls bemerkt und machen ihrer Zustimmung mittels lautstarken Sprüchen Luft. Dumm nur, dass sich der Mann, der danebensteht, sich als Prof erweist und die armen Schüler desilliuszioniert. " Mag ja sein, dass ihr euch des Studentenleben nur als Party vorstellt. Des is auch teilweise so. Dumm für euch nur", spricht der Prof, der jetzt ein hinterhältiges Grinsen an den Tag legt, " das in Aachen nur knapp 10 % Frauenanteil ist, und die besten kriegen eh die Profs ab"

Ein paar Stündchen später, Mathematikvorlesung. Der besagte Prof gibt sein Bestes, und das ist definitiv Hutheinitauglich. Der gesammte Hörsaal wechselt zwischen ROFL und LOL ständig hin und her. Leider hab ich die genialen Sprüche nicht mitgeschrieben. Schade nur, das unser Mathedrachen nicht so ist, des wäre cool.

Physikvorlesung:
Der Physikprof gibt sein bestes, ist aber a) nicht fähig pünklich zu kommen und b) nicht fähig, die Technik zu bedienen. Das ganze sieht eher aus wie die Experimentalvorlesung in "angewandte Chaostheorie".

So. Genug erzählt. Kommen wir nun zu meiner Beichte:
Ich bin immer noch infiziert.
Bei dem Rückweg aus Aachen nahm ich versehentlich die falsche Auffahrt. Ich bemerkte noch meinen Irrtum, aber es war zu spät: Ohne Vorwarnung und ohne ausreichende Schutzkleidung fand ich mich in den NIEDERLANDEN wieder. AHHHHHHHHHHHHHHH
Ich spreche sofort sämtliche Schutzzauber auf, die sich in meinem Wissensschatz befinden um den bösen Einfluss des orangen Virus abzuwenden. Ich fahre an der nächsten Ausfahrt (In kääskööpisch: "uit" raus. Ich stelle mit Grauen fest: Es gibt keine Auffahrt auf der anderen Seite. Ich stelle mein treues Gefährt an der nächsten Parkmöglichkeit ab, und suche nach einem Transportalgorithmus, der mir die Fluchtvektoren aus diesem Schurkenstaat zuweisen soll. Meine suchenden Finger finden auch schnell eine Karte, auf der das Grenzgebiet um Aachen und "Das verbotene Land" abgebildet sind. Vor mir wird gerade ein Schrotttransporter von den Orangen Bullen kontrolliert. Ich stehe vor der schweren Entscheidung: Soll ich mich auf das (zugegebenerweise schon etwas angegraute) Kartenmaterial verlassen, oder riskiere ich es, mich in die gefährliche Nähe von dem Weiß/orangen Monster zu wagen?
Ich verlasse die schützende Atmosphäre meines Gefährtes und taste mich langsam in feindliches Terrain vor. Meine Hand sucht verzweifelt auf meiner Schulter nach Pfeilen, aber mein treues Schießgerät steht sicher verstaut ein paar Hundert Kilometer weiter östlich. Ich wappne mich gegen den BÖSEN BLICK, und spreche den Bullen an. Das weiß-orange Viech kann Deutsch. Naja, an sich ist es eine furchtbare Mischung aus ostfriesisch gepaart mit den Lauten, die sonst nur ein Orang-Utang von sich gibt. Er gibt mir den freundlichen Hinweis, das auf den kleinen blauen Schildern, die ich bisher für Klohäuser oder Müll oder sowas gehalten habe Richtungen stehen. Ich steige wieder in das Auto, und versuche mich zu reinigen. 5 Minuten hält das kein vernünftiger Mensch in dieser Atmosphäre aus. Ich fahre also wieder los, und schlage mich in relativ kurzer Zeit wieder auf freundliches Terrain. Die Suche nach einer Waschanlage verläuft leider ergebnislos. Dafür habe ich ein paar dringend benötigte Liter Sprit im Tank, und kann meine Reise gen Osten fortsetzen.

NIEDERLÄNDER. Fruchtbare Menschen. UND erst RECHT, wenn die am Steuer eines LKWs sitzen. Ich habe mich von dem Schock, hinter feindlichen Linien zu sein, noch nicht vollständig erholt, und bin recht zügig unterwegs, als auf der zweispurigen Autobahn ein LKW links ausschert. Ich werde zu einer fulminanten Vollbremsung gezwungen.....Gelbes Kennzeichen, NL davor....

17.1.07 12:46, kommentieren

Media Murks

Ihr habt in den letzten paar Tagen alle ganz tapfer meine Klagen über meine kaputte und ach so nervige Tastatur anhören müssen. Tut mir leid, ehrlich. Naja, wie auch immer, dieser Zustand musste behoben werden. Zuerst musste meine altehrwürdige, mit Colarückständen getaufte, mit Brötchen& Schokoladenflecken liebevoll verzierte Kabellose Tastatur weichen. Nunja, irgendwann quittierte sie engültig den Dienst, und nahm den schon fertig getippten Bericht über die CrocodileAktion mit ins Jenseits. Ich hoffe, sie schmort im heißesten Höllenfeuer!!!! Eine Ersatztastatur wurde engagiert. Leider war die auch nicht besser. Eine neue Tastensau musste her....

... was mich heute in die schrecklichen Gefilde der Metro und des Mediamarktes führte. Nachdem ich fix durch die Metro gerast bin und mit meinem XXL Einkaufswagen die Miteinkäufer terrorisiert hatte (Spaß muss sein) und in der Metro eigenen "Computer" Abteilung leider nicht fündig wurde, musste ich dann doch gegen meinen Willen diesen roten "Saustall" aufsuchen, der sich direkt daneben befindet. Ich nähere mich also diesem rotzugekleisterten Gebäude. Man könnte meinen, hier residiere die SPD, KPD oder so. Mitnichten, der Inhalt ist schlimmer. Hier herrscht das Proletariat. Und die Anarchie. Schon über dem Eingang erwartet mich ein winziges Schild, das ich selbst auf 1000 meter ohne Brille problemlos lesen kann. "Hier tobt die Sau" steht da. Bezieht sich dass jetzt auf die Kundschaft oder auf die Mitarbeiter? Innen im Gebäude herrscht Enge, jeder quadratzentimeter ist mit Regalen, Waren und Werbemitteln zurammelt. Dazwischen hetzen ziellos Kunden, die die dringend benötigten Infoschilder inmitten eines "Werbung", "Sonderpreis", "Tiefstpreis" Schilderwaldes nicht wahrnehmen können. Lianengleich hängt da ein Rot-Weißes Plakat neben den anderem. Ich dachte, diesen Anblick gibt es nur noch in Geschichtsbüchern. Oder in Bananenrepubliken. Ob all dieser Roten Pracht muss man die Augen zu schlitzen schließen, und halbblind durch die engen Gänge tappen. Machen ja alle anderen auch so. Halb geblendet und schon leicht genervt finde ich das Regal, wo man Tastaturen finden kann. Von Ordnung oder gar Übersichtlichkeit hält man es hier nicht so genau. Auch die 50cm Gangbreite hilft, neue Bekannte zu finden. Schlimmer kanns selbst in der Tokioer U-Bahn nicht sein. Nachdem ich die 5 Meter Regalbeite einmal abgeschritten habe, spreche ich einen dort stehenenden Mitarbeiter dieses Marktes an. Unfreundlich bekomme ich zu hören, dass er grade beschäftigt sei (wahrscheinlich mit der Blondine gegenüber) und dass ich doch meine Augen "offmache" solle. Danke, meine Augen sind in Ordnung, aber ihre Aussprache bedarf eines Regenschutzes und vor allem DEUTLICHKEIT. Die vorherige Suche im Internet nach gescheiten Tastaturen war hilfreicher als der sogenannte "Kundenbetreuer", und so werde ich nach 15 min fündig. Jetzt muss ich nur noch rausfinden, wie teuer das Ding is. Die Aktion wäre einfacher, wenn man auf jeden Artikel ein Preisschild draufklatschen würde. Macht man aber nicht, stattdessen verteilt man SEHR informative Preisschilder quer über das Regal. Ich wage es tatsächlich nochmal, den Mitarbeiter anzusprechen. Eine Antwort kriege ich nicht, stattdessen werde ich grob aus dem Weg geschubst. Ich drehe mich um und sehe eine Reinkarnation Nobby Nobbs in Hiphopoutfit. Auf meine Frage hin "was denn das sollte" werde ich belehrt, dass ich "Opa" doch nicht im Wege stehen sollte. Äh, Opa? Ich? Bine, hab ich da was nicht mitgekriegt? Auf meine (leicht angepisste) Erwiederung, ob ich denn schon so alt aussehe, wird mir geantwortet, dass er dass gerne übernehmen wolle. Äh, danke nein, aber wenn ich mir seine Visage so angucke, will ich mich doch lieber in die vertrauensvollen Hände eines stark alkoholisierten Penners als Chirurg geben. Die Visage sieht aus, als hätte man den Knirps (keine sekunde älter als 14) auf der Autobahn hintergeschleift. Mir fällt da eine gewisse Ähnlichkeit zu dem netten Mitarbeiter von eben auf. Und kaum gedacht, kommt der Herr auch schon und begrüßt den Hopper. "Yo ey, wasch machst du denn hier, is ja krass alldaa", "YO Nigga"

Während dieses erschöpfenden Dialoges habe ich mich in die Richtung der Kasse durchgeschlafen. Die kilometerlange Schlange davor spornt mich zu frischem Mut an. Ich zähle schonmal das Geld ab, damit ich hier schnellstens rauskomme. Nach 2 Stunden bin ich endlich dran. Auf mein fröhliches "Tja, ich darf jetzt hier raus, schön, nicht wahr" kommt mir nur ein undefiniertes Knurren entgegen. Woha, wer hat denn diesen Tiger an die Kasse gesetzt? Ich bezahle, und bin nun endlich frei, den Weg aus diesem Dschungel zu finden. Der Ausgang heißt nicht wie hier im steifen, formalen Deutschland "Ausgang" oder "Exit", sondern man versucht auch hier, eine krampfhaft Saumäßige Stimmung aufkommen zu lassen. Sausgang schreit mir da im mittlerweile schon gefürchteten Rotton entgegen. ICH BIN EIN MENSCH; HOLT MICH HIER RAUS!!!!!

31.1.07 12:48, kommentieren